Visit me elsewhere:

Big-Brother-Großbritannien wird wieder zum kleinen Bruder?

Seit Jahren ist England, insbesondere London, Vorreiter in Sachen Überwachungsstaat. Durch den Regierungswechsel nach der letzten Wahl scheint sich das Blatt nun aber zu wenden.

Mit Schrecken musste man in den letzten Monaten und Jahren nach Großbritannien und London hinüber schauen. Dort nahmen sämtliche Arten von Überwachung zu. Sicherlich nicht zuletzt deswegen wurde die lange allein regierende Partei nun abgewählt.

London ist die Stadt mit den meisten Überwachungskameras weltweit. Ein trauriger Rekord. Letztes Jahr konnte man in der Netzpresse lesen und sehen wie selbst das Filmen und fotografieren von öffentlichen Gebäuden verboten war. (Die News finde ich leider nicht mehr, waren glaube ich sogar 2, sehr interessante.)

Zuletzt wurde Erschreckendes an Plänen für die Olympischen Spiele 2012 in London bekannt.

Ein Zaun, 17,5 km lang, geladen mit 5000 Volt, besetzt mit 900 Überwachungskameras, die sowohl bei Tageslicht als auch bei Nacht funktionsfähig sind, eine Kamera alle 50 Meter. Dazu kommen Gesichts- und Iriserkennung, die Registrierung von Finger- und Handabdrücken, eine neue Software, mithilfe derer die Überwachungskameras einer Person durch die Stadt folgen können, sowie Patrouillen mit Such- und Wachhunden. Gerüchten zufolge plant die Londoner Polizei auch den Einsatz unbemannter Überwachungsdrohnen. Was beinahe harmlos erscheint, wenn man bedenkt, dass die Royal Air Force auch ferngesteuerte Drohnen einsetzen will, allerdings bewaffnet mit lasergelenkten Bomben und Raketen, und die Royal Navy ihren neuesten Zerstörer auf der Themse stationiert.

UN-GLAUB-LICH!

Doch nun hat die neue Regierung erste Pläne aus dem Koalitionsvereinbarung veröffentlicht: “Vorratsdatenspeicherung abschaffen, biometrische Personalausweise einmotten und Netzsperren aufheben”, sowie andere (DNA-)Datenbanken über Bürger (Öko- und Kriegs-Demonstranten wurden auch mal eben erfasst). Doch das soll noch nicht alles sein. Weitere Dinge sollen zumindest reguliert und/oder geprüft werden.

Obwohl am nächsten am Überwachungsstaat hat man letztes Jahr besonders oft aus GB von verlorenen Daten gehört. Laptops, USB-Sticks, im Zug oder sonst wo liegen lassen. Und immer schöne Daten über andere. Ich bin jedenfalls sehr gespannt wie sich das jetzt entwickeln wird.

_geschrieben für PG, gepostet auch bei [DooC

]3_