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Crytek ‚Äď Keine Demo-Versionen mehr?

Crytek, wie auch EA schon, r√ľckt von Demos ab, diese soll es nur noch gegen Bares geben.

Die sinken bei mir gerade…

Crysis 2 ist ein Multi-Plattform Titel, angek√ľndigt wurde bereits dass es im Spiel keine Techniken geben wird die nur auf dem PC laufen und nicht auf den Konsolen, auch wenn die verwendeten auf dem PC nat√ľrlich besser laufen k√∂nnen (h√∂here Aufl√∂sungen usw.).

Aber das ist auch nicht mein Problem. Nach zahlreichen schlechten Erfahrungen wei√ü ich: Das gr√∂√üte Problem an Konsolenumsetzungen f√ľr den PC ist die Steuerung und Bedienung. Es sind einfach keine PC-Spiele mehr. Deshalb nenne ich jene PC-Versionen auch ‚Äúschlechte Konsolenumsetzungen‚ÄĚ.

Wenn Crytek, mit EA, jetzt nichtmal mehr Demos ver√∂ffentlicht so dass ich die Steuerung und (technische) Umsetzung mal √ľberpr√ľfen kann, wieso sollte ich das Spiel dann noch kaufen?

Bei der Technik habe ich bei Crytek keine Sorgen. Immerhin ist die Cryengine 3 explizit f√ľr echt-paralleles arbeiten auf den verschiedenen Systemen konzipiert, aber so wie sich jetzt auch dort auf Konsolen konzentriert wird wei√ü ich, das kann schief gehen. Und das ist es in der Vergangenheit, bei anderen Entwicklern, schon des √∂fteren.

Wirklich schade. Bisher war ich ein Fan von Crytek, den Cryengines und Crysis. (Auch wenn ich mir schon l√§nger gew√ľnscht habe sie h√§tten ihre Technik-Kenntnisse auf OpenGL angewendet.)

Zum Schluss möchte ich nochmal auf den letzten Absatz der verlinkten News eingehen:

Um dieses -angebliche- Missverst√§ndnis zwischen Spielern und Industrie aufzul√∂sen, will Yerli auf Kommunikation setzen: “Ich denke, die ganze Sache muss besser erkl√§rt werden, weil hinter EAs Planungen ein guter Gedanke steckt. Ich verstehe, warum die Leute meinen, dass EA das nur machen will um den Profit zu maximieren, tats√§chlich geht es aber nur darum die eigenen Investitionen wieder einzuspielen und dabei so fair wie m√∂glich mit dem Spieler umzugehen. Letztendlich wird der Spieler dabei das bessere Gesch√§ft machen.”

Das ist ein schlechter Witz. Das Ziel ist ganz Klar der Gewinn. Eine Demo-Version kostet Zeit und Geld (Steams Free Weekends beispielsweise sind da eine gute Alternative, genauso wie es Crytek mit Crysis Wars auch schon zweimal gemacht hat). ‚ÄúDie eigenen Investitionen wieder einzuspielen‚ÄĚ hei√üt doch gerade Profit machen, im selben Satz widerspricht sich der Zitierte hier.

Ob das nun fair gegen√ľber dem Spieler ist kann man nicht sagen. Ob man eine Demo anbietet oder nicht hat nicht viel mit Fairness zu tun, sondern vielmehr wie gut man zum Kunden ist und wie man ihn √ľberzeugen m√∂chte. Man k√∂nnte argumentieren sie wollten dass die K√§ufer nur noch die Katze im Sack kaufen, weil sie wissen dass ihre Produkte an Qualit√§t abnehmen, aber ganz so schlimm ist es dann sicher auch nicht.

Aber dass man nicht einmal auf die Idee kommt durch Demo-Versionen k√∂nnte man mehr potenzielle K√§ufer √ľberzeugen ist schon schade. Das l√§uft etwa so wie DRM und √ľberzogene Kopierschutze am Kunden vorbei, das pr√§sentieren Ubisoft und EA mit ihrem immer-online Kundenfeind-Kopierschutz ja gerade mal wieder. Komplett am Kunden vorbei. Wenn die Server dann mal wieder offline sind (wie es in den letzten Wochen zu satten 2 Spiel-Ver√∂ffentlichungen der Fall war) kann man nicht einmal mehr Singleplayer spielen, seinen Spielstand speichern, oder √ľberhaupt irgendwie spielen.

Und ‚Äúder Spieler wird das bessere Gesch√§ft machen‚ÄĚ? Da musste ich wirklich lachen. Wie denn das bittesch√∂n? Wenn das irgend jemand wei√ü, bitte mir mitteilen. Ich w√ľsste beim besten Willen nicht wie mir keine Demo-Versionen ein gutes Gesch√§ft oder einen Mehrwert einbringen k√∂nnten. Lachhaft.