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Mensch – Organismus aus der Steinzeit in unpassender Umgebung

Gestern Abend kam im SWR Fernsehen Betrifft zum Thema Mensch als Steinzeit-Organismus in der Moderne. War sehr interessant, mit ein paar interessanten Fakten.

Angesprochen wurde etwa das Thema ErnĂ€hrung. So ist die fĂŒr uns gesĂŒndeste Nahrung mit FrĂŒchten/GemĂŒse und Fleisch bedient. FrĂŒher gab es nichts anderes. Kein Getreite und alles was davon besteht – etwa Brot – und schon gar keine Milchprodukte. Die Viehzucht gibt es erst seit etwa 5.000 Jahren. Ein viel zu kurzer Zeitraum als dass sich der Organismus evolutionĂ€r darauf einstellen könnte. Nicht umsonst vertragen auch heute viele Personen keine Milch und Milchprodukte (In Asien ein noch viel grĂ¶ĂŸerer Anteil als bei uns).

FrĂŒher musste man viel Arbeiten und Laufen fĂŒr etwas zu essen. Heute kommt das Essen im Überangebot und man bekommt es hinterher geworfen statt hinterher zu rennen. FrĂŒher hat man auch mal einige Tage hungern mĂŒssen, bevor man wieder zu essen hatte.

FrĂŒher lief man barfuß. Es hat sich gezeigt, mit Schuhen tritt man mit der Verse zuerst auf, barfuß dagegen mit dem Vorderfuß zuerst. Was gesĂŒnder ist kann man sich wohl denken. DarĂŒber hinaus stĂŒtzen viele Schuhe viel zu sehr. Die Fußmuskeln verkĂŒmmern. Wenn es dann mal drauf ankommt ist der Fuß schnell mal abgeknickt, mit zu wenig Halt, oder es zeigen sich Ă€hnliche Probleme.

Mit der WirbelsĂ€ule verhĂ€lt es sich Ă€hnlich. Sie ist noch auf viel Bewegung und das Laufen ausgelegt – gestĂŒtzt und gesteuert von den umliegenden Muskeln.

Bekanntlicherweise stammen wir Menschen aus der afrikanischen Savanne. Dort hat man viel geschwitzt und damit Salz verloren – Salz ist aber notwendig fĂŒr den Organismus. Deshalb verlangt der Körper auch heute noch Salz – jedoch viel zu viel Salz, als er benötigen wĂŒrde.

Selbiges mit SĂŒĂŸem. Zucker hat einen hohen Energiegehalt. Belohnt wird das mit positiven Botenstoffen. Im heutigen Überangebot verlangt und belohnt der Körper viel zu viel davon.

Vorgestellt wurden auch einige Personen die sich den alten Lebensstil zu eigen gemacht haben – natĂŒrlich auf die gesunden Aspekte wie etwa das Laufen und ErnĂ€hrung bezogen; auf die (sonstigen) VorzĂŒge der Moderne muss man dabei nicht verzichten.

Besonders interessant fand ich ja den Aspekt mit den Schuhen. Der Rest regt mindestens zum nachdenken an, und vielleicht auch zur bewussteren ErnÀhrung.