Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden – Ihr macht mich aggressiver als Computerspiele!

Update: Siehe auch Telepolis

Ich fühle mich überaus beleidigt…
Und bin erbost.
Und nicht etwa weil ich Computerspiele spiele. Sondern weil ich unbegründet und kollektiv als Monster, Massenmörder, (Drogen-)Abhängig und sozial nicht integriert beleidigt werde.

Nach dem Offenen Brief vom VDVC, Pirate Gaming und den JuPIs an das Aktionsbündnis Winnenden, das entgegen früherer Zusicherungen auf einmal wieder schamlos unbegründet von der Politik ein Verbot von Computerspielen fordert, hatte dieses auf den Offenen Brief mit einer keineswegs offenen oder entgegenkommenden oder Kommunikativen Antwort reagiert; erneut mit Falschinformationen und Lügen bestückt.

erschreckende Parallelen zum Verhalten der Waffenlobbyisten

Aha… und wo?
Waffen-Lobby als von großen Konzernen/Firmen gesponsorten Lobbiisten mit Einfluss in der Politik und Milliardenschweren Verkäufen im In- und Ausland usw,
und wir 3 ehrenamtlich betriebene Organisationen/eingetragene Vereine von Hobby-Spielern ohne nennenswerten (direkten) Einfluss auf die Politik?
Ach ne, die Gemeinsamkeit ist wohl doch eher in den tötlichen Waffen… Bitte was?
Diese grandiose Behauptung wird natürlich in keiner Weise begründet und entbehrt jedweder Grundlage.
Uns gesellschaftlich integrierte Bürger, die man in jeder Altersklasse und Position findet mit der Waffenlobby zu vergleichen ist lachhaft.

Das Aktionsbündnis habe sich nie für ein generelles Verbot von Computerspielen starkgemacht, lediglich gegen die realitätsnahe Simulation der Tötung von Menschen.

Wie schon oft ausgeführt ist das höchst subjektiv; gewallt verherrlichende Spiele ohnehin schon verboten. Also… Was?

Ich habe schon viele Spiele gespielt und wurde schon oft getötet. Trotzdem macht mir die reale Welt weit mehr Angst als ein Computerspiel, da lauern viel realere Gefahren. Vor allem mit solch undifferenzierten unbegründeten Behauptungen die ohne Argumentation oder Beachtung der Gegenargumentation fortgeführt wird.

Das virtuelle Abschlachten von Menschen  oder Trainingsmethoden, die auch von US-Militär zur Herabsetzung der Hemmschwelle eingesetzt würden, hätten nichts mit dem Begriff Spiel zu tun.

Das US-Militär hat Computersimulationen noch nie zum Herabsetzen der Hemmschwelle genutzt. Entsprechende Berichte und Interviews (unter anderem mit einem führenden deutschen Offizier) gab es auch schon.

Außerdem hat das US-Militär schon seit längerer Zeit verkündet keine solchen “Computerspiele” mehr zu verwenden. Eben weil sie nicht einmal für ihre Zwecke richtig hilfreich war. (Geschweige denn jene erfundenen.)

Und nochmal: Was “virtuelles Abschlachten von Menschen” hier suggeriert ist bereits verboten!

Deshalb müssten solche Programme verboten werden.

Eh, ja… Sind sie schon!

Den Vertretern der Computerspieler rät Schober, sich erst einmal mit den Forderungen des Aktionsbündnisses differenziert auseinander zu setzen und sich auf eine Position zu einigen.

First: Dito. Von Differenziert kann bei den Forderungen, Behauptungen und Antworten wohl keine Rede sein.
Second: Wir haben als 3 Hobby-Vereinigungen von Spielern und jungen Bürgern einen offenen Brief geschrieben. In welchem Bezug ist unsere Position (man beachte, das ist Ein-, nicht Mehrzahl) da nicht eindeutig?

Dann könnte man über die geforderten „gemeinsamen konstruktiven Ansätze“ diskutieren.

Ja, das hatten wir ja angeboten, da wir Gemeinsamkeiten in den grundsätzlichen Zielen sehen.
Scheinbar ist unser konstruktives, gemeinsames, fundiertes, begründetes und recherchiertes Vorgehen aber nicht mit dem Gegensätzlichen eures Bündnisses zu vereinbaren.

Soviel zur ersten Antwort. Aber es geht immer noch schlimmer: Eine weitere Antwort/Veröffentlichung.

Die referenzierte Seite ist mehr ein Witz. Von den wirklichen Studien (auch K*nuddel*spiele mal wissenschaftlich betrachtet und Medien und die Bildung) ist nichts zu lesen, auf den ersten Blick habe ich schon einen NOT FOUND gefunden.
Und bei “Dieses extrem brutale Kriegspiel hat von der USK eine Altersfreigabe ab 18 Jahren erhalten hat.” kann wohl kaum von differenzierten oder wissenschaftlich fundierten Analysen gesprochen werden.
“wissenschaftlichen Vereins” – Hah! Und ich bin ein Auto mit 5 Rädern.
Jedenfalls kommt das Vorstandsmitglied dieses Spaß-Vereins zu Wort:

Abhängige Gamer sind eigentlich bedauernswerte Menschen- fast so wie die Raucher.

Pffffwhahaha. Die bedauernswerten Raucher-Menschen.

Letztere werden mitleidig belächelt, wenn sie bei klirrender Kälte vor der Kneipe stehen und an ihrem Glimmstengel ziehen, von manchen werden sie sogar geächtet und gemieden.

Ich weiß ja nicht wie Sie mit ihren Mitmenschen umgehen… Ich jedenfalls kein Raucher, finde den Rauch selbst auch meist Abstoßend; aber deswegen belächle ich Sie doch nicht wenn sie vor einer Kneipe stehen oder ächte oder meide sie deswegen. Ich glaube da bin ich ein besserer Mensch als Sie.
Und wenn Sie jetzt sagen Sie tun das auch nicht; genau darauf läuft diese Argumentation doch heraus?

Warum sollte es bei abhängigen Gamern anders sein, wenn sie bei schönstem Sonnenschein in einem abgedunkelten Raum stundenlang ihrer Leidenschaft frönen , wenn sie nicht mehr merken, dass es Jahreszeiten gibt und im Frühling die Natur erwacht, wenn sie nur noch in ihrem Zirkel von Gleichabhängigen im virtuellen Kriegsgetümmel kommunizieren oder auch gar keine Kontakte mehr haben und andere Lebensbereiche total vernachlässigen – z.B. auch die Freundin oder den Freund – und sich dann noch wundern, wenn man über sie den Kopf schüttelt oder gar verachtet.

Ach… Reden wir jetzt über abhängige Computerspiele? Auch die verachte ich nicht.
Abhängige, egal welcher Art, brauchen (meist?) Hilfe. Aber was hat das jetzt mit Computerspielen zu tun?
Rauchen wurde auch nicht verboten. Nur an bestimmten Orten zum Schutz anderer. Und ein Computerspieler hat beim Spielen wohl kaum einem anderen geschadet.

In Familien wo sich dies bei vielen Jugendlichen ereignet kommt es nicht selten zu dramatischen Entwicklungen, vor allem dann, wenn die Eltern das „Suchtmittel“ wegen der nachlassenden Schulleistungen entziehen wollen.

Soso… “dramatische Entwicklungen”… Das nennt sich durchsetzen bei der Erziehung. Meine Güte. Natürlich gefällt dem Kind nicht alles was man macht.

Wenn es ernsthaft schon Sucht ist hat man vorher schon was falsch gemacht und sollte tunlichst eine passende Beratungsstelle kontaktieren, statt nur das Suchtmittel weg zu nehmen.

(Im übrigen finde ich die wörtliche Bedeutung interessant von “In Familien wo sich dies bei vielen Jugendlichen ereignet”. Wie viele Jugendliche müssen das denn in einer Familie sein? Ja ich weiß… Korinthen-gekacke.)

Die meisten Eltern geben dann klein bei, weil sie die folgenden Aggressionen nicht ertragen können, einige bleiben hart und nehmen lieber einen Bruch in Kauf.

Eh, what? Ist das persönliche Erfahrung? Wissenschaftliche Studien? Herbei gereimte Behauptung ohne Basis?
Ich tippe ja persönlich auf letzteres.

Aber daraus entwickeln sich viele in Schule und später im Beruf gescheiterte Existenzen.

Ja kein Wunder bei so einer schlechten Erziehung.

Aus dieser Erkenntnis erkläre ich mir auch die unbeschreiblichen verbalen Aggressionen, die wir als Wissenschaftler erfahren müssen, nicht selten verbunden mit Beschimpfungen und Beleidigungen bis hin zu versteckten Morddrohungen – nur weil wir aufgrund unserer Analysen auf die Ursachen solcher Fehlentwicklungen aufmerksam machen.

Idioten gibt es in jeder Gesellschaftsgruppe.
Gerade in einer solch großen die über alle Altersgruppen und Gesellschaftsgruppen geht.

Im Internet würde ich außerdem noch das Phänomen der Trolle hinzuziehen.

Vielleicht ist diese verbale Aggression (Ist das nicht unglaublich dass es nur verbale Aggressionen sind? Immerhin wurden durch die gewaltschwellenherabsetzenden Mörderkillerraubspiele schon eine Armee von gewaltbereiten Personen (oder Jugendlichen würden Sie vielleicht sagen) heran gezüchtet.) aber auch auf die maßlosen Beleidigungen ihrerseits zurückzuführen. Ich jedenfalls fühle mich beleidigt (siehe erster Absatz) und genötigt diesen ätzenden und ätzend langen Beitrag zu schreiben.

Wenn wir dann noch die „Unverschämtheit“ besitzen, politische Entscheidungsträger auf solche Zusammenhänge, vor allem in Bezug auf die zunehmende Jugendgewalt, aufmerksam zu machen, eskalieren die Aggressionen.

Reden wir hier immer noch vom offenen Brief?
Die neue eskalierte Aggresion: ein offener Brief?

Das Hauptproblem ist glaube ich sowieso Ihre permanente und unverbesserliche Resistenz gegenüber Argumenten oder anderen, zur Abwechslung auch mal wissenschaftlichen, Quellen.

Niemand von uns will die Betroffenen stigmatisieren oder gar kriminalisieren.

Tun Sie doch!

Wenn die sich aber betroffen fühlen, nur weil wir verhindern wollen, dass immer mehr Jugendliche und auch Kinder in diesen Abhängigkeitssog von Gewaltspielen geraten, hat das schon etwas mit einem Realitätsverlust zu tun.

Das tun sie doch gar nicht. Meine Güte, haben Sie den offenen Brief überhaupt gelesen?

Nur Ihre Definition von Gewaltspielen die verboten gehören ist lachhaft und die Forderung unbegründet!

Folgend wird dann wohl auf einige Dinge aus dem offenen Brief eingegangen.

1. Sachlichkeit: Wer die Ergebnisse der Wirkungsforschung zu Computergewaltspielen leugnet, ist unsachlich und ignorant.

Reden wir hier von den 4 Studien auf der verlinkten Seite? Lachhaft.
Da habe ich schon wesentlich mehr Studien aus mehr Quellen gesehen. Mit anderem und gegenteiligem Fazit.

Siehe obige Links zu wissenschaftlichen Studien.
Unsere Aussagen dann noch als Lüge zu bezeichnen…

2. Ein Verbot sei unverantwortlich: Der Begriff mündiger Bürger wird hier missbraucht. Der Begriff ist definiert durch politisch-ethische Inhalte und nicht durch die juristische Altersgrenze des Status des Erwachsenenseins mit 18 Jahren.  Ein mündiger Bürger ist sich der Gefahren und Wirkungen von Mediengewalt bewusst und handelt gesellschaftlich verantungsvoll, indem er die Verbreitung derartiger menschenverachtender und unethischer Medieninhalte verurteilt und verhindert, soweit er kann.

Ein mündiger Bürger ist selbst fähig zu entscheiden ob dem so ist und ob er diese verurteilt und verhindert. Sie kommen offensichtlich zu dem Schluss dass dem so ist. Ich nicht.

Als mündiger Bürger möchte ich, basierend auf meinen Grundsätzen, selbst entscheiden können was ich spiele und was nicht.
Genau so wie ich mich entscheide auf welcher Straßenseite ich laufe.

3. Ein Hobby, das virtuelles Töten und andere Verbrechen zum Zeitvertreib macht, ist kein Hobby oder Spiel, sondern Simulation von Krieg und Gewalt.

Sie sehen es als virtuelles Töten und als Verbrechen.

Ich sehe es als Spiel, als Wettbewerb, als Beschäftigung und Kooperation; wie viele andere Sportarten auch.
Nur eine Frage der Perspektive.
Insofern kann man es auch nicht generell als Simulation von Krieg und Gewalt abtun. Vor allem nicht in einem solchen Konstrukt von Argumentation.

4. Unkontrollierbarkeit eines Verbots: 50 % der Eltern kümmern sich nicht um den Medienkonsum ihrer Kinder und Jugendlichen. Dies belegen eine Reihe von Nutzungsstudien in den vergangenen Jahren. Das betrifft etwa 3-4 Millionen der Heranwachsenden. Allein sie zu schützen und den Eltern ein klares Signal zu geben – dafür ist ein Verbot notwendig. Weder ist der heutige Verkauf im Einzelhandel kontrollierbar noch das Internet. Jeder Jugendliche bekommt das Gewaltspiel, das er will, weil das Angebot und der Vertrieb ohne wirksame Begrenzung sind. Nur ein Verbot kann eine Grenze setzen.

Ach, ein deutsches Gesetz verhindert also dass ich das Spiel aus dem Internet bekomme? Da ich wohl noch etwas zu unerfahren in diesem Bereich bin hätte ich da gerne eine genauer Erläuterung, der ich folgen kann.

Das Problem der schlechten Erziehung hatten wir ja schon.
Ob das jetzt ein Grund für ein Verbot ist ist zu begründen oder widerlegen.

5. Spieler wissen Realität und Virtualität zu unterscheiden: Das behauptet jeder Spieler (third-person-effect). Selbstberichte von Spielern belegen eindeutig, dass die Innenbilder, die durch Mediengewalt geschaffen werden, die Wahrnehmung der Realität stark beeinflussen. Oder glauben die Briefeschreiber, dass ihr Denken und Fühlen durch Werbung, Fernsehen und andere Medien weder geprägt noch beeinflusst sind? Die selbstüberschätzende Alltagspsychologie der Briefeschreiber zeugt von ihrer Bewusstlosigkeit.

Erm… Ich verweise mal auf obig-indirekt-verlinkte Studien.
Das ist schon auf Gehirn-Wahrnehmungs-Ebene anders. Aber auch so.

6. “Wir wissen genau…” Sie wissen eben nicht genau, was in ihrem Unbewussten und in ihrem Gedächtnis gespeichert wird. Daher ist es kein Wissen, sondern ihr Glaube.

Ach soooo, und Sie wissen das natürlich. Na dann müssen wir Ihnen wohl blind vertrauen. Immerhin kennen Sie scheinbar jedes Unbewusstsein (oder meinten Sie vielleicht sogar Unterbewusstsein?) besser als die Person selbst oder andere Wissenschaftler.

7. Keine kausalen Zusammenhänge: Eine LÜGE! Allein die letzte Metaanalyse von Anderson et al (2010) belegte die Kausalität von Videogewaltspielen hinsichtlich der  Erhöhung von Aggression und Gewalt bei Jugendlichen in Ost und West. Das zu verschweigen in einem offenen Brief ist Manipulation der Öffentlichkeit.

Na, dann muss ich mir die mal durchlesen.

Jedenfalls sagen die mir bekannten Studien das eben nicht.

Was ist denn eine Metaanalyse?

Vielleicht wurde dort ja mal wieder das aufgeregt sein vom sportlichen Wettkampf der wieder abklingt mit Aggression und Gewalt verwechselt? Hatten wir ja auch schon.

8. Gesellschaftliche Ursachen: Tim K. hatte keine Statusprobleme genau wie viele andere Amokläufer. Ihre schwerwiegenden Probleme sind bei Millionen anderer Menschen vorhanden, die nicht Amok laufen, aber wahrscheinlich keine Gewaltspiele spielen. Die Behauptung, dass allein die gesellschaftlichen Ursachen (in Wirklichkeit sind es familiäre Ursachen) relevant seien, zeigt nur die Problemverschiebung: Mediengewalt ist eine zentrale Ursache für Gewalt im Kontext anderer Ursachen. Mediengewalt kann die Handlungsfolie für den Gewaltausbruch und die Taten liefern.

Bei wie vielen Personen aus wie vielen?
Mir ist der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit wichtig. Nicht nur in diesem Bereich.

Er hatte also keine Statusprobleme? Soso.
Und implizit sagen Sie er hat Gewalt verherrlichende Spiele gespielt? Soso. War das nicht so dass er zwar ein Computerspiel (CS, das auch mehr eSport als Gewaltspiel ist) hatte, das aber auch nicht wirklich oft gespielt hat?

Ich würde hier zu gerne mal alltägliche Todesopfer aufzählen (Autos verbieten?), aber das würde zu nichts führen.

Kranke gibt es immer. Egal ob mit oder ohne Anleitung, explodieren werden Sie immer.
Und zu denken dass es ohne Computerspiel keine Anleitung gäbe ist auch realitätsfremd.
Der hat doch auch Horrorfilme geschaut? Auch da ist wohl kaum von Kausalität zu sprechen.

Und dass “allein die gesellschaftlichen Ursachen relevant seien” hat glaube ich auch keiner behauptet. Trotzdem ist das wohl der weit größere Anteil als Computerspiele.
Und wer gesellschaftlich geborgen ist findet dort sicherlich Halt und Leute die Probleme bemerken, bevor jemand explodiert.

9. Verbot: Es geht um die Brutalisierung der Kinder und Jugend generell. Amokläufe sind nur die Spitze dieser Brutalisierung.

Ach, und das ist auf Computerspiele zurück zu führen? Ist mir ja auch gänzlich neu.

10. In der Zeitschrift “making games Magazin” 02/2010 schreibt ein Spieleentwickler:  “Es gibt noch einen Grund, warum Spieleentwickler gewalthaltige Inhalte in ihre Produkte integrieren: Die Spieler fordern es! Nennen sie es Blutrünstigkeit oder schieben Sie es auf die abgestumpften, unreifen Brutalos…” Weil die Briefeschreiber nicht über die wirklichen Motive der Killerspieler schreiben, ist der Brief unglaubwürdig und verlogen.

Ach ja… Alle Spieler sind gleich! Alles brutale, gewaltbereite Jugendliche die kurz vorm Amoklauf sind.

Natürlich gibt es solche Spieler. Und was ist schlimm an Splatter? Es gibt auch Splatterfilme.

Das Motiv und die Wahrnehmung dahinter sind wichtig. Nicht wie das für Beobachter aussieht deren persönliche Präferenzen eben wo anders liegen.
Nicht jeder hat als Kind einen Loli geklaut. Und sicherlich nicht jeder solche Dieb wurde auch ein Schwerverbrecher oder Gefängnisinsasse.

Aber vielleicht können Sie uns die “wirklichen Motive der Killerspieler” genauer beschreiben?
Ich kann mir da jetzt gerade selbst nichts so wirklich drunter vorstellen.

11. „Wir sind friedliche Menschen…“  Der Widerspruch zwischen Handeln und „friedlichen“ Selbstbildern könnte nicht deutlicher bewiesen werden durch die hasserfüllten Reaktionen der so friedlichen Gamer, wenn ihr Gewaltvergnügen kritisiert oder ihnen weggenommen wird! Die Morddrohungen gegen Christian Berg und andere belegt die Verlogenheit dieses Briefes. Dieses „friedliche“ Selbstbild kann nur als Lebenslüge bezeichnet werden.

Ich bin ein friedlicher Mensch.
Trotzdem braucht Demokratie und Gesellschaft Argumentation.
Beleidigt fühle ich mich trotzdem und möchte mich verteidigen.
Und wenn wir Ihnen sagen wir, als Vereinigung, sind friedliche Menschen heißt das auch noch nicht alle Videospieler sind friedliche Menschen. Das gilt im übrigen für jede größere Gruppe. Seien es nun Prügelpolizisten, Fußball Fans oder Jugendliche Cliquen.
Und von den Morddrohungen weiß ich nichts genaueres; jedenfalls gibt es viele Trolle und Idionen. Das hat aber mit uns als friedlichen Menschen nichts zu tun. Ich verurteile Sie ja auch nicht aufgrund anderer Menschen die sich daneben benehmen.

12. Sucht (in Korea und anderen Ländern sind Suchtkliniken für Spieler schon „Normalität“):  “Rechnet man auf der anderen Seite die Schätzungen hinsichtlich Abhängigkeit und Gefährdung durch Computerspiele nach den konservativen KFN-Daten auf die 14- bis 18-Jährigen der deutschen Bevölkerung (ca. 3,5 Millionen Personen) um, so beträgt die Anzahl von einer Computerspielabhängigkeit betroffenen Jugendlichen 59 670 und die Anzahl der gefährdeten Jugendlichen weitere 98 280 Personen. Damit sind beträchtliche individuelle und allgemeine Kosten verbunden: Die Chancen auf einen guten Start in das Leben werden aufgrund schlechter Schulleistungen, entsprechender Schulabbrüche und der Chronifizierung von Persönlichkeitsproblemen aufs Spiel gesetzt bzw. auch vertan. Und die Allgemeinheit wird durch Gesundheits- bzw. Therapiekosten beträchtlich belastet.” (Lukesch 2010) Wollen die Briefeschreiber von der Suchtproblematik und dem Suchtpotential der Computerspiele nichts wissen oder wird neben den Gewaltwirkungen auch dieses zentrale Problem ignoriert, weil es zu heiß ist?

Was sind das für Daten, die konservativen KFN-Daten?

Wir haben uns nie gegen Suchtbekämpfung ausgesprochen. Im Gegenteil. Wie Sie darauf kommen ist mir ein Rätsel.

Erneut vermischen Sie Ihre Argumentationen zu Gewaltspielen und Computersucht. Der offene Brief war ausschließlich auf die Gewaltspiel-Debatte, so wie Ihr Anschreiben an die Politik auch.

Als parodistische (oder wie auch immer ihr es nennen wollt) Anmerkung zum Schluss:

Hardy Schober, der Vorsitzende des Amokbündnisses […]

Ihr bezeichnet euch also selbst als Amokbündnis, also ein Bündnis von/zum…